Autonomes Fahren auch in Oberösterreich bald Realität

DigiTrans

02.12.2016

Wirtschafts-Landesrat Dr. Strugl: „Projekt ‚DigiTrans‘ gewinnt Förderausschreibung des Bundes für Prüfung einer Testregion“

„DigiTrans“ ist ein Projekt des Automobil-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria mit dem Ziel, im Zentralraum Linz – Wels – Steyr (Österreich Nord) die Möglichkeiten für die Einrichtung einer Testregion für automatisiertes und vernetztes Fahren zu prüfen. „Nun erhielt ‚DigiTrans‘ offiziell den Zuschlag für die vom Bund im Rahmen des Nationalen Aktionsplans ‚Automatisiertes Fahren‘ ausgeschriebene Förderung“, zeigt sich Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl erfreut.

Oberösterreich hat mit DigiTrans ein Förderprojekt gewonnen, in dessen Rahmen in den nächsten sechs Monaten das Potenzial für eine Teststrecke für autonomes und vernetztes Fahren in Oberösterreich abgeklärt wird. „Aufgrund der Ergebnisse dieser Prüfungsphase werden wir für Oberösterreich die weiteren Schritte für die Mobilität der Zukunft festlegen. Für Oberösterreich bietet dieses Projekt eine große Chance, im Wettbewerb mit anderen Regionen einen Standortvorteil zu erarbeiten. Besonders die Automobilindustrie und die IT-Unternehmen Oberösterreichs erhalten mit dieser Testregion eine optimale Testumgebung für ihre Entwicklungen. Das bringt dem Standort Oberösterreich wesentliche Vorteile im wirtschaftlichen und technologischen Wettbewerb“, unterstreicht Landesrat Strugl die Bedeutung des Projektes „DigiTrans“.

 

Vorerst wird automatisiertes Fahren im Nutzfahrzeug- und Logistikbereich getestet. Dafür wird der Aufbau und Betrieb einer Testumgebung bestehend aus Forschungs- und Entwicklungsstruktur speziell in Bereichen wie Fracht- und Flughäfen, Industriegeländen und Logistik-Hubs vorangetrieben. Getestet soll zukünftig unter anderem am und um den Flughafen Linz/Hörsching sowie im Ennshafen werden.

 

„Das Kernkonsortium von DigiTrans bilden der Automobil-Cluster und spezialisierte Einrichtungen wie die AIT – Austrian Institute of Technology GmbH, das LOGISTIKUM Steyr - FH OÖ und das IESTA - Institut für innovative Energie- & Stoffaustauschsysteme e.V.“, erläutert Wolfgang Komatz, Manager des Automobil-Clusters. „Die Testregion soll jedoch allen Unternehmen aus dem oö. Automobil-Cluster sowie den Kooperationspartnern für Testzwecke zur Verfügung stehen, die ihre Technologien im Realbetrieb testen wollen. So ein Reallabor gibt es in Österreich derzeit noch nicht und wir laden automotive und IT-Unternehmen ein, sich das Projekt DigiTrans anzusehen und hier in Zukunft zu testen“, ergänzt Landesrat Strugl. Nach positivem Ablauf der sechsmonatigen Prüfungsphase ist eine Weiterführung der Testregion – abgestimmt auf die erlangten Ergebnisse – geplant.

 

Landeshauptmann Stv. Mag. Thomas Stelzer hebt dazu hervor: „Wenn wir in andere Länder schauen, dann sehen wir eine rege Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Digitalisierung und des autonomen Fahrens. Oberösterreichs Forschungseinrichtungen und Universitäten, z.B. das LCM (Linz Center of Mechatronics GmbH) an der Johannes Kepler Universität, sind bei der Entwicklung entsprechender Technologien sehr aktiv. Eine Testregion vor der Haustür wäre die ideale Voraussetzung, um Erfahrungen in der Anwendung zu machen und die Technologien erfolgreich weiter zu entwickeln. Wichtig ist dabei die gute Zusammenarbeit der Forschungsinstitutionen mit der Industrie und mit Dienstleistern, die diese neuen Technologien jetzt schon im Test anwenden können.“

 

Eckdaten des Projektes:

  • Name: „DigiTrans: Testregion Österreich-Nord für automatisiertes Fahren unter Einbeziehung von Digitalisierungs- und Logistikaspekten“
  • Projektlaufzeit: 12/2016 bis max. 5/2017
  • Projektvolumen: € 270.000,- (davon Förderung: € 200.000,-)
  • Kernkonsortium:
    • Automobil-Cluster der Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
    • AIT – Austrian Institute of Technology GmbH o LOGISTIKUM Steyr - FH OÖ
    • IESTA - Institut für innovative Energie- & Stoffaustauschsysteme e.V.

 

Wichtige Inhalte von DigiTrans im Überblick:

  • Teststrecke für Gütermobilitätsdienstleister – offen für Fahrzeughersteller & Service-Betriebe, um Systemabstimmung und -integration mit automatisierten Lösungen zu testen
  • Aufbau einer Testinfrastruktur – um die Rahmenbedingungen zur Validierung neuer Entwicklungen im Bereich der vernetzten Mobilität anbieten zu können
  • Anwendungsfälle für Gütermobilität/Logistik – Speditionen sowie kommunalen Betreibern ermöglicht die Testregion, gemeinsam die Transport- und Serviceaufgaben in neuer Qualität zu bewältigen

Darüber hinaus werden im Projekt „DigiTrans“ Innovationen für neue, digitale Geschäftsmodelle für Logistikdienstleister (wie etwa Plattformanbieter für die Buchung von Transportdienstleistungen oder intelligente Fracht- und Verladesysteme) eruiert.

 

Angestrebte Verbesserungspotenziale im Rahmen dieses Projektes:

  • Steigerung der Verkehrssicherheit (bedeutet auch Reduktion von Unfällen, verursacht durch menschliche Fehler)
  • Bewältigung des (prognostizierten) Fahrermangels (Attraktivierung des Berufsbilds durch Job-Enlargement, höher Qualifizierung)
  • Reduktion von Kraftstoffkosten (z.B. durch „Windschattenfahren“ bei Truck Platooning)
  • Staureduktion durch intelligente Verkehrsleitsysteme
  • Steigerung der Betriebsstunden von LKWs (autonomer LKW ist nicht gezwungen, Ruhe-Zeiten einzuhalten)

 

Rückfragen-Kontakt

Michael Herb, MSc (+43 732) 77 20-151 03, (+43 664) 600 72-151 03, michael.herb@ooe.gv.at

 

Quelle

Oö. Landeskorrespondenz

Amt der Oö. Landesregierung

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Abteilung Presse

4021 Linz, Landhausplatz 1


Foto: Dipl.-Ing. Wolfgang Kurz

Dipl.-Ing. Wolfgang Kurz

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